MEINE BRUSTREDUKTION-OP IN ISTANBUL
Beweggründe für eine beidseitige Mammareduktion (Brustreduktion) in Istanbul
Seit über 15 Jahren und dem Übergang in die Prämenopause beschäftigte ich mich als vierfache Mutter mit Jahrgang 1967 mit dem Gedanken, meine Brüste typengerecht verkleinern zu lassen.
Gutsitzende passende BHs (Cup E, Unterbrustumfang 85) fand ich wegen einer ausgeprägten Asymmetrie der Brüste nicht. Die teuren Sport-BHs wiesen breite Träger auf und stützten die Brüste im Alltag. Beim Treppenhinuntergehen, rennen oder Kleiderwahl fühlte ich mich eingeschränkt und ich war nicht mehr «ich».
In den Unterbrustfalten bildeten sich rasch ein unangenehmer Geruch und die Hautpflege war anspruchsvoll. Anfangs 2025 intensivierte ich meine Suche nach entsprechenden Erfahrungsberichten und den Kriterien einer Kostenübernahme durch die Krankenkasse. Ich liess mich von 2 Fachärzten beraten, die in meinem Fall eine klare medizinische Indikation diagnostizierten (Korrektur der Asymmetrie mit ca 1,3kg Gewebeentnahme). Leider hätte ich mich dort nur als Privatpatientin operieren lassen können. Der enorme administrative Aufwand, um einen Antrag zur Kostenübernahme an die Krankenkasse stellen zu können, übernahmen beide Ärzte nicht.
Wie weiter?
Mein Entscheid, eine Mammareduktion in einem genau von mir organisierten Zeitfenster machen zu lassen, stand fest. Die Frage war nur, durch wen liess ich mich als Selbstzahlerin operieren?
Internet sei Dank, mit dem Suchbegriff «Medizinreise Ausland Mammareduktion» bekam ich viele Adressen zu Anbietern.
Warum MedicalTravel?
Ich entschied, dass ich den Erstkontakt und die Organisation der ganzen Behandlung in der Schweiz abwickeln wollte. Gerade auch bei Fragen, Unsicherheiten nach dem Eingriff für mich ein ganz wichtiger Punkt. Zusätzlich suchte ich einen Facharzt, der durch seine Erfahrung und Qualitätskriterien in seinem Fachgebiet ein Experte ist.
Mit Prof. Dr. Kayiran, den ich am Beratungstermin kennenlernen konnte, war ein kompetenter Facharzt gefunden.
Beratung und Organisation durch MedicalTravel
In meinem Fall buchte ich sowohl Reise, Unterkunft und Behandlung bei MedicalTravel. Dies war für mich eine Entlastung, da ich noch nie in Istanbul war.
Die Erreichbarkeit bei Fragen vor der Abreise, während dem Aufenthalt in Istanbul und jetzt wieder zu Hause war immer professionell. Auf meine Anliegen und Unsicherheiten wird stets eingegangen und eine Rückmeldung gegeben. Die zugestellten Unterlagen entsprachen den besprochenen Details und konnten von mir ohne Änderung unterschrieben werden.
Weitere Dienstleistungen wie Abholdienst, Hotel, Spital,etc.
_Hotel_
Wir konnten problemlos in der Ankunftsnacht das reservierte Zimmer wechseln, da wir unbedingt in einem Nichtraucherzimmer untergebracht werden wollten.
Das Frühstücksbuffet war grossartig und liess keine Wünsche offen. Die Mitarbeitende des room-Service, Frühstücksservice und am Empfang sprachen fast kein Englisch … irgendwie funktionierte die Verständigung trotzdem irgendwie.
_Abholdienst_
Ich hoffe, den Namen richtig zu schreiben: Hakki …
Er chauffiert grossartig die Limosine, ohne sich in den Mittelpunkt zu stellen. Er arbeitet zuverlässig, pünktlich und umsichtig. Bei meiner Spitalentlassung war ich noch nicht so fit und er hat mich ins Auto begleitet und ging für mich in die Apotheke Medikamente holen. Dies fand ich sehr nett! Der Austausch über WhatsApp inkl. Übersetzung funktionierte immer und in einem freundlichen Ton. Auf der Rückreise zum Flughafen hielt Hakki kurz am Strassenrand an. Er ging für uns ofenfrische Simit kaufen, die wir noch am Montag in Bern aufgebacken genossen haben.
_Spital_
Das Eintrittsprozedere war wirklich durchgetaktet und professionell organisiert. Ich bekam da gar nicht so viel vom Spital selbst mit…doch, Katze Garfield beim Haupteingang 🙂
Mein grosses Einzelzimmer (da gibt’s gar nichts zu bemängeln) war auf der Etage der Geburtshilfe/Gynäkologie, fand ich noch spannend. Das Pflegepersonal am Eintrittstag und der 1. Nacht war sehr nett, wohlwollend und unterstützend. Dank der regelmässigen Wund- und Verbandkontrolle auf der Abteilung wurde beobachtet, dass eine Vakumdrainage nicht funktionierte. Naja, ob bereits die 1. oder dann noch die 2. Narkose mich wirklich «versenkt» hat, weiss ich nicht. Meinen 2. Spitaltag inkl. weiterer Nacht habe ich mehr oder weniger schlafend verbracht.
Grundsätzlich kann ich bestätigen, dass auf den Klingelruf umgehend reagiert wurde und jemand zu mir kam. Die Zimmertüre war oft nicht ganz geschlossen und das Zimmerlicht war an (ich hüllte mich dann in meinen Schal und hatte so meine Privatsphäre zum Abtauchen).
Da ich ein grünes Armband (=sturzgefährdeter Patient) trug, wurde ich wirklich bis auf die Toilette begleitet … wirklich umsorgend. Meine Einweghosen haben mit der Zeit etwas süsslich nach Urin gerochen, hätte gerne auf einem Duschstuhl mich untenrum frisch gemacht, aber eben, ich war wirklich etwas verladen und so wichtig war es dann auch nicht.
Das Essen war im Spital durchwegs sehr fein, ich schätzte es sehr, dass ich meine Vegimenus bekam.
Die Behandlung/OP
Was ich sehr schätze, dass auch in den seltsamsten Momenten (zum Beispiel beim Anzeichnen der Schnittführung vor der OP) mit Dr. Kayiran (und Dolmetscher) Humor Platz hat. Dr. Kayiran ist ein interessanter Gesprächspartner. Bei der Nachkontrolle am 3. Januar hatte ich Angst vor den Schmerzen beim Drainagen-ziehen. Ich teilte dies ihm mit und gemeinsam mit der richtigen Atemtechnik war das gar nicht schlimm.
Das definitive (optische) Ergebnis braucht noch Geduld. Die Brüste sind noch in der Heilungsphase. Im Moment fühle ich primär das geringere Gewicht und keine Spannungsschmerzen mehr.
Sabine Kernen aus Bern











